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„Mein Körper gehört mir”

Der Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben. Prävention beginnt dabei nicht erst bei Erwachsenen, sondern bereits im Kindesalter. Das theaterpädagogische Programm „Mein Körper gehört mir“ setzt genau hier an: Es stärkt Kinder darin, auf ihre Gefühle zu achten, Grenzen zu setzen und Hilfe einzufordern. Seit seiner Entwicklung hat sich das Projekt als wirkungsvolles Instrument in Schulen etabliert.

Im Mai 2025 hatten wir die Möglichkeit mit Hilfe des Zentrums für Gewaltprävention in Graz, das Programm an vier Terminen erfolgreich durchzuführen und so gemeinsam mit den Kindern einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit zu leisten. Unser besonderer Dank gilt dem Land Kärnten, dem Elternverein der VS Gurnitz / LŠ Podkrnos, Soroptimist International Club Wörthersee-Pörtschach sowie den Burgrichtern Gurnitz, die durch ihre finanzielle Unterstützung das Stattfinden dieses wertvollen Programms ermöglichten.

Das Programm beginnt grundsätzlich mit dem Eltern- bzw. Pädadog:innenabend. An diesem Abend werden den Eltern und Pädagog:innen die drei Teile des Programms „Mein Körper gehört mir” vorgeführt. Somit lernen die Erwachsenen den Aufbau und Botschaften des Programmes kennen und können mit den Kindern über das Programm ins Gespräch kommen und damit aktiv präventiv wirken. Im Anschluss stehen Expert:innen für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

Interaktion
Das Spielerpaar zeigt Alltagssituationen, die es dann mit den Kindern bespricht. Kinder lernen durch dieses theaterpädagogische Programm ihren Gefühlen zu vertrauen und sich selbst zu schützen.

Das Besondere an „Mein Körper gehört mir“, aber auch an anderen theaterpädagogischen Programmen ist, dass verschiedene lebensnahe Probleme kurz in Form einer Szene dargestellt und dann gemeinsam mit den Kindern Lösungen erarbeitet werden; und dafür nimmt man sich die erforderliche Zeit.

Das Programm hilft den Kindern zu verstehen,

  • dass sie zwischen Ja-Gefühlen und Nein-Gefühlen unterscheiden können
  • dass sie ihren eigenen Gefühlen vertrauen können
  • dass ihr Körper ihnen allein gehört
  • dass sie selbst zu Ihrer eigenen Sicherheit beitragen können
  • dass es feste Regeln dafür gibt, sich auch in unsicheren Situationen zu schützen